Chronik

Bereits im Jahre 1994 hatte Norbert Weber die Idee, eine Guggenmusik in Spessart zu etablieren. Aufgrund des großen Zuspruches aus der Bevölkerung konnte er sich zügig Gedanken über den Namen der Gruppe, sowie erste Überlegungen zum Kostüm machen. Bei der Namensfindung konnte man sich schnell auf “D’ Schbäsda Radaugugge” einigen.

Das erste Kostüm bestand aus einem blauen Oberteil kombiniert mit einer Hose aus Paneesamt und einem frei wählbahren Hut. Diese Kostüme wurden von den Mitglieder noch in Handarbeit selbst hergestellt.

Der Musiker Volker Pils wurde der erste musikalische Leiter der neuen Guggenmusik.

Im Oktober 1994 konnte schließlich das 1. Treffen der “Schbäsda Radaugugge” stattfinden. Hierzu fanden sich 48 begeisterte Musikerinnen und Musiker ein. Somit war die neu gegründete Guggenmusik stark genug um den Probebetrieb für die Fasnachtssaison 1995 zu beginnen. 1995 fanden dann auch tatsächlich die ersten Auftritte der Radaugugge, beispielsweise auf den Ebersitzungen des CSE in Spessart, statt.

Im Jahre 1997 beschloss man aus praktischen Gründen ein neues Kostüm anzuschaffen. Die Wahl fiel auf eine Art Mantel aus weinrotem Paneesamt, welcher mit silbernen und goldenen Pailletten verziert wurde. Als Kopfbedeckung wurden goldene und silberne Turbane gebastelt, welche nach Bedarf verziert wurden.

Des Weiteren wurde ein Maskottchen für die inzwischen dreijährige Guggenmusik gesucht. Aufgrund des neuen Kostüms mit Mantel und Turban fiel die Wahl auf den Kalifen aus der Zeichentrickserie Isnogud. Dieser sollte für lange Zeit der Glücksbringer der Radaugugge bleiben.

1999 entschied sich Norbert Weber die Vorstandtschaft über dir Guggenmusik abzugeben und wurde durch Jürgen Weber abgelöst. Dieser ist bis heute der Vorstand.
Zeitgleich gab auch Volker Pils das Amt des musikalischen Leiters ab und wurde von Albrecht Günter ersetzt.

Im Rahmen des alljählichen Heringsessen am Aschermittwoch wurde 2001 erneut über ein neues Kostüm entschieden. Dieses sollte aus einer schwarzen Paneesamthose, sowie einem rot- und goldschimmernden Umhang un einem schwarzen Zylinder bestehen. Wie bereits bei den vorherigen Kostümen wurde die Verzierung der Kopfbedeckung den Musikern überlassen.

Nach fünf guten Jahren mit dem neuen Kostüm wurde 2006 ein neues Kostüm entworfen und der hierzu benötigte Stoff einer angeblich guten Schneiderin anvertraut. Da diese die Kostüme jedoch zu eng nähte und den Stoff zerschnitt wurde der Auftrag einer vermeintlich besseren Schneiderin aus Ettlingen anvertraut.

2007 wurde Albrecht Günter als musikalische Leiter von Bernd Appel abgelöst.

Auch mit der neuen Schneiderin für die Kostüme hatte man kein Glück. Diese war mit der Menge der zu fertigenden Kostüme überfordert und erhöhte, ohne vorherige Absprache, die zuvor festgesetzten Preise. Da daraufhin weder Schneiderin noch Stoff für neue Kostüme verfügbar waren, nahmen einige im Nähbereich erfahrene Guggen die Sache in die Hand. Nur durch den tage- und nächtelangen Einsatz dieser Guggen gelang es rechtzeitig zur Kampagne 2007/2008 ein neues Kostüm präsentieren zu können.

Nach vier erfolgreichen Kampagnen mit diesem Kostüm wurde es 2012 erneut Zeit für einen Kostümwechsel. Unter der Leitung von Monika Schmidt wurde ein neues Kostüm designed und in mühevoller Handarbeit selbst zusammengenäht. Dieses Kostüm wird bis heute getragen.

Seit 1997 war der Kalif das Maskottchen der Guggenmusik. Das das aktuelle Kostüm allerdings keinerlei Ähnlichkeit mit einem Kalifen hat wurde 2013 ein neues Maskottchen entworfen. Dieses stellt auch das aktuelle Logo dar. In diesem Zuge wurde auch der Name der Guggenmusik von “D’ Schbäsda Radaugugge” zu “Radaugugge Spessart” geändert. Diese Änderung war nötig, da es häufiger Probleme bei der Aussprache des alten Namens gab.